Zur Geschichte des Hauses

1910

beschließt die Stadtverordnetenversammlung die Gründung einer Kommission zum Bau eines Jugendheimes

1912

am 30.04.1912, begründet diese Kommission auf einer Stadtverordnetenversammlung die Notwendigkeit des Baus eines städtischen Jugendheimes in ihrer Vorlage folgendermaßen:

“gegen diese Gefahr, die unser Vaterland durch solche sozialdemokratische Jugendpflege droht, muss mit allen Mitteln angekämpft werden vor all denen die Deutschland Arbeiterjugend nicht der Partei überlassen, wollen, die sich dem Umsturz alles Bestehenden und der Vernichtung unserer nationalen Werten zum Ziel gesetzt hat ….“

als mögliche Örtlichkeiten wurden Grundstücke in der Johannisstraße , am Stadtberg und der so genannte “Ärztegarten“ bei der Lage genannt. Am selben Tag beschließt die Stadtverordnetenversammlung aus kostengründen den Bau des städtischen Jugendheimes im “Ärztegarten.“

Die dazu benötigten Mittel stammen von:

  • der Kroll- Stiftung ( 86.000,-M)
  • Fr. Kommerzienrat Claes ( 22,500,-M)
  • Dr. Manckiewitz aus Berlin
  • und Washington A. Röbling, dem Sohn von Johann A. Röbling (6.700,-M)

Von diesen insgesamt 115.200,-M wurden 85.000,-M für den Bau gebraucht, der Rest mit Zinsen auf der Bank angelegt. Mit den Zinsen und einer jährlichen Bezuschussung der „ Freiherr von Münchhausen Stiftung“ für 10 Jahre in Höhe vom 2.500.- M sowie der Stadt ca. 450.- M sollten die jährlichen Unterhaltskosten bestritten werden.

1913

im Frühjahr, begannen die Ausschachtungsarbeiten. Bis zum Jahresende wurde der Rohbau fertig gestellt.

1914

im Mai, wurde das Jugendheim fertig gestellt und am 24. Mai offiziell eingeweiht.
In der Weimarer Republik diente es als Heimat von Jugendverbänden aller politischen Richtungen während des Nationalsozialismus wurde es von der HJ vereinnahmt.

1945

erfolgte amerikanische Belegung. Nach Abzug der amerikanischen Armee war es völlig ausgeräumt. Am 3.12.1945 versprach der neugegründete Jugendausschuß der FDJ, das Jugendheim bis zum Frühjahr 1946 herzurichten.

1946

Am 17.05.1946, war der Saal, Lese-, Musik – und Spielzimmer eingerichtet.
Am 19.05.1946 fand der 1. Tanzabend nach Kriegsende anlässlich der Gründung der FDJ statt.

1948

wurde das Jugendheim in Jugendclubhaus “Geschwister Scholl“ umbenannt.

1952

Umbenennung in Pionierhaus “ Geschwister Scholl“

1967

erhielt das Pionierhaus anlässlich des 20. Pioniergeburtstags den Namen des sowjetischen Kosmonauten Wladimir Komarow.

1992

Das Haus geht in städtischen Besitz über und wird wieder in Stadtjugendhaus „Geschwister Scholl“ umbenannt.

2008

Die Einrichtung hat sich erfolgreich am Aktionsprogramm „Mehrgenerationenhäuser“ beteiligt